Bergregionen: 
 Nicht nur schützen, auch nutzen 

Nachhaltigkeit bedeutet eine Entwicklung, die ausbalanciert durch drei Säulen getragen wird: Umwelt, Wirtschaft, Bevölkerung. Daraus folgt:

Die wundervolle Landschaft der Schweiz gilt es ökologisch zu erhalten, sie als wertvolle Ressource wirtschaftlich zu nutzen und die Selbstbestimmung der Bevölkerung in den ländlichen Regionen und Berggebieten zu achten und zu fördern.

Langfristig muss sich die Bevölkerung der Berggebiete wirtschaftlich in grossem Mass selbst tragen können. Dabei ist der industriell-gewerbliche Sektor wichtig, in ihm arbeiten rund 40 Prozent der Erwerbstätigen in den alpinen und voralpinen Regionen. Eine grosse Rolle spielt aber die Landschaft. Sie ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und sichert wertvolle Arbeitsplätze in Landwirtschaft, Tourismus und Energieproduktion. Mit diesen Leistungen trägt die Bergbevölkerung auch wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg der gesamten Schweiz bei.

In den vergangenen Jahrzehnten wurde der Schutz von Natur und Landschaft kräftig ausgebaut. So deckt beispielsweise das Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN) 19% der Fläche der Schweiz ab. Zum Teil beruhen die Schutzmassnahmen auf Konzepten aus dem letzten Jahrhundert. Um das Prinzip der nachhaltigen Entwicklung zu realisieren, ist der sozio-ökonomischen Wettbewerbsfähigkeit der ländlichen Regionen und Berggebiete vermehrt Rechnung zu tragen. Der Umgang mit den Schutzgebieten ist zu modernisieren. Aktuelle Ansätze wie die Regionalen Naturpärke zeigen, wie es gehen kann.

«Auch die Bergbevölkerung braucht Entwicklungsperspektiven und wirtschaftliches Einkommen um zu überleben. Schützen und Bewahren allein reicht da nicht.»
Andreas Felix, Geschäftsführer des Graubündnerischen Baumeisterverbandes; BDP-Grossrat

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